Chronik

Haidmühle


Eisenhammerwerk in Haidmühle um 1900

830 m ü.d.M. - gegründet 1770 somit eine der jüngsten Siedlungen im Landkreis Freyung-Grafenau - entstanden durch die Errichtung einer Mühle. Jedoch schon seit dem 15. Jahrhundert führte ein Weg, der sogenannte Haidweg von Fürholz her zur " großen Haid" und weiter durch das Tal der Kalten Moldau nach Wallern und Krumau in Böhmen. Durch den Bau eines Eisenhammerwerkes 1840 und der Bahnlinie Waldkirchen Frauenberg - Haidmühle - Prachatiz (CZ) 1910 erlebte der Ort einen großen Aufschwung. Um 1912 begann der Tourismus, wodurch Haidmühle einer der ältesten Tourismusorte im Unteren Bayerischen Wald wurde.

Wappenbeschreibung:

Haidmühle: Das halbe Mühlrad im oberen Teil des Wappens deutet an, dass die Ortsgründung mit der Errichtung einer Mühle, der sogenannten Firmiansmühle begann. Den Grenzbach Kalte Moldau zeigt der silberne Wellenstreifen an. Die gekreuzten Hämmer stehen für ein Eisenhammerwerk, das die Entwicklung des Gebietes mit prägte.

Bischofsreut: Bischofsstab und Schwert weisen im Wappen auf die geistliche und weltliche Macht der damaligen Landesherren hin. Der stilisierte Wachturm erinnert an den Grenzschutz in der Bischofsreuter Gegend "d´Wacht".

Bischofsreut


Glashütten in Schwarzenthal um 1920

1000 m ü.d.M. - gegründet 1705 von Fürstbischof und Kardinal Johann Philipp von Lamberg zur Sicherung der Grenze mit 14 Häusern, entstanden längs des Goldenen Steiges, einer mittelalterlichen Handelsstraße von Passau nach Böhmen und ursprünglich zur Gemeinde Leopoldsreut, benannt nach dem Gründer Fürstbischof Leopold im Jahre 1618, gehörig. In Leopoldsreut, bekannt geworden als "ausgestorbenes Dorf" des Bayerischen Waldes, wird gerne noch auf dem Weg zu diesem Aussichtsturm die Kirche besucht. Durch den Bau einer Spiegelglasfabrik von Baron von Stachelhausen wurde 1820 die Streusiedlung Schwarzenthal gegründet.

Frauenberg


Frauenberg um 1930

920 m ü.d.M. - eine Streusiedlung dicht am Dreisessel - 1724 entstanden, gehörte bis 1765 zur österreichischen Herrschaft Rannariedl und wurde dann vom Passauer Fürstbischof Firmian zurückgekauft. Ein Gedenkstein verweist auf die Wasserscheide, wo sich die Quellflüsse trennen in Richtung Elbe - Nordsee und Donau - Schwarzes Meer.